Group Exhibition

»HAB KEINE ANGST«

Ostkreuzschule für Fotografie / Seminar Sibylle Fendt

Anna Eiling, Solveig Faust, Christian Lima Dehne, James Haliburton, Dirk Heinecke, Natalia Kepesz, Anke Krey, Anastasia Lobanova, Benjamin Markstein, Gregor Nobis, Fynn Rettberg

Over the course of a year, and under the guidance of Sibylle Fendt, 11 Ostkreuzschule Seminar participants undertook a photographic journey of discovery. This exhibition brings together the final results.

Avoiding the restriction of a common subject, each individual set out on a search for their own motif and their own photographic language.

The range of work created is broad; from classical documentary photography, through the longstanding question of how photography confronts human dignity, through the depiction of a natural landscape, or an individual’s interior landscape, all the way to the photographic abstraction of reality. The variety of themes is matched by the variety of forms of presentation.

The following infos are only available in German – please visit the websites of the respective artist to learn more about his/her work.

Anna Eiling >Endanflug<

„Als ich an diesem einen Abend im November aus dem Flieger gestiegen bin, da wusste ich, das war das letzte Mal. Und das war irgendwie ok.“ sagte mein Vater an einem Wochenende im letzten Winter. Wenige Wochen später ist er gestorben. „Endanflug” zeigt Standbilder aus Videoaufnahmen meines Vaters aus den letzten Jahren und fotografische Fragmente meiner ersten Monate ohne ihn.“

Solveig Faust >Kietzstrasse<

Wie eine Klammer legen sich Autobahn und Bundesstrasse um die Häuser und das alltägliche Leben in der Kietzstrasse. Hier gibt es Sorgen und Glück – die Tage vergehen zwischen dem fließenden Verkehr. Die Serie Kietzstrasse zeigt Momentaufnahmen, Weite und Begrenztheit zugleich. Sie zeichnet ein Strassenportrait, das geprägt ist von stetig wachsendem Verkehr und Industrialisierung.
www.solveigfaust.de

Christian Lima Dehne >zwischen 8 und 9<

Die Warschauer Brücke als Protagonist in dieser Fotoarbeit wurde einst gebaut, um die wachsenden Zuggleise zu überbrücken. Heute ist die Brücke ein Symbol für Berlins Vergangenheit und Zukunft zugleich. Riesige Baukräne kündigen bereits die drohende Gentrifizierung an, aber es scheint, als möchte man dies auf der Brücke noch ein bisschen hinauszögern.
www.instagram.com/climadehne

James Haliburton >Was bleibt<

50 Jahre: Jetzt haben wir mehr Vergangenheit als wir Zukunft haben werden. Wie haben wir uns verändert? Was bleibt in Erinnerung? Was nehmen wir mit aus der Vergangenheit? Wie blicken wir in die Zukunft? Was bleibt von dem, was früher einmal später war und jetzt heute ist? Momentaufnahme von vier Männern, Jahrgang 1967.
www.instagram.com/jameshaliburton28

Dirk Heinecke >UM-land<

Idylle muss ertragen werden können, wo Tourismuswerbung glitzert, weil sonst wenig los ist. Reisende rauschen nur hindurch, halten höchstens für ein sommerliches Bad. Wo der Acker endet, beginnt das Klischee und die Wirklichkeit flattert mit den Kranichen davon. Alles könnte sich verstecken in diesem weiten Land. UM-land.

Natalia Kepesz >Gosposia<

Es ist kein Zufall, dass die Küche sprichwörtlich das Herz des Hauses ist. Hier ist das Leben, die Grundlage der Gemeinschaft. Die Arbeit Gosposia zeigt das Zusammenspiel der Köchinnen in einem polnischen Jugendgefängnis. Sie sind Angestellte und Mütter zugleich, agieren in einer fast familiären Atmosphäre und sind ein zentraler Mittelpunkt im Leben der Jungen. Die analog entstandene Serie zeigt Arbeitsabläufe und auch intime Momente im täglichen Küchenalltag der Frauen.
www.nataliakepesz.de

Anke Krey >Erden<

Bilder über den Berufsalltag in einer besonderen Welt: zwischen Leben und Tod, Religion und Pragmatismus, zwischen Inszenierung und Wahrhaftigkeit. Friedhofsmitarbeiter/innen müssen sowohl pietätvolle als auch profane Aufgaben übernehmen. Je nach Bedarf sind sie Gärtner oder Sterbebegleiter, Handwerker oder Sargträger. In wechselnden Rollen werden sie dabei auf unverfälschte Weise selbst zum Teil einer Inszenierung.
www.ankekrey.com

Anastasia Lobanova >The unknown unknowns<

Das unbekannt Unbekannte ist etwas, was wir nicht wissen und wir auch nicht wissen, dass wir es nicht wissen, wie zum Beispiel was uns unsere Zukunft bringt. In dieser Serie handelt es um die Ungewissheiten von Leben und Suche nach unserer eigener, persönlicher Sicherheit.
www.anastasialobanova.com

Benjamin Markstein >Give and Take<

Die Serie „Give and Take“ fängt eine unangenehme Situation ein, sie portraitiert Menschen, die nach ein bisschen Kleingeld fragen. In den Gesichtern der für gewöhnlich unauffälligen Bettler werden Emotionen sichtbar und es stellt sich die Frage nach dem individuellen Schicksal. Was als fotografisches Experiment begann wird mit dieser Serie zum gesellschaftlichen Diskurs – nur wenn die Portraitierten ahnungslos bleiben, entsteht Authentizität.
www.benjaminmarkstein.com

Gregor Nobis >Flächeninhalt<

Die Arbeit befragt die Wahrnehmung unserer alltäglichen Umgebung. Sie macht einen Bogen um unspektakuläre Orte – nicht um ihnen aus dem Weg zu gehen, sondern um sie aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. In den ausschnitthaften Kompositionen entsteht dabei eine neue ästhetische Ebene. Sie überlagert die dargestellten Motive und lädt dazu ein, diese mit neuem Inhalt zu füllen.
www.gregornobis.com

Fynn Rettberg >Sag was Liebes, wenn ich weg bin<

Was bedeutet das Scheitern einer Liebesbeziehung? Die Arbeit zeigt Portraits der ehemaligen Partnerin, die um die Themen des Verlustes und des sich Neu(er)findens kreisen. Was öffnet sich während etwas zu Ende geht? Die im Laufe eines Jahres entstandenen Bilder thematisieren die emotionalen Suchbewegungen im Ringen um eine neue Identität und dem Sehnen nach einer verlorenen Nähe und Orientierung.
fyrett-photography.de

Jan 20 — 22, 2018
Opening Reception: Friday, Jan 19, 7 pm

Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
[Kreuzberg | Friedrichshain-Kreuzberg]

Opening hours: Sat – Mon 10 am – 8 pm

Admission free

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Berlin | Mitte

The »PiB Guide«

Discover great photography exhibitions in Berlin during Sep/Oct 2018 in the new PiB Guide Nº20! This issue of PiB’s bi-monthly art guide was published as an A6 booklet / 80 pages / with texts in English & German. Shipping is offered within Germany and to all EU-countries.

Note: The print deadline for the PiB Guide Nº21 Nov/Dec is October 15th. Submissions are currently welcome.
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