Neue Schule Für Fotografie | Point Of View

Neue Schule für Fotografie | Point of View

© Elena Sakoula, From The Series »Gaia«

Exhibition

Point of View

Graduation Exhibition, Class of Marc Volk:
Joana Dias, Paquita Maria Etter, Corinna Christa Hengelein, Nancy Kelch, Katharina Lonitz, Sebastian Peise, Elena Sakoula, Emil Levy Z. Schramm, Carlitos Trujillo

Opening: Friday, October 2, 2015, 19h (Facebook Event)
Exhibition: October 3 – November 8 extended until Sun, November 15, 2015
Gallery opening hours
Thu-Sun 13-18h

Description

“Point of View”, the graduation exhibition of the 2015 class of Marc Volk, opens on October 2 at 7 pm and runs until 8 November. Each of the nine graduating students presents a different photographic perspective, from poetical positions to intimate portraits. Some photographers deal with urban structures and spaces whilst others deal with social and political issues. The works on display range from pure photography to installation.

A catalogue of the works (box-set of nine issues) is also available for purchase (24€).

For further information about the exhibition and school please visit:
www.pointofview.neue-schule-berlin.com
www.neue-schule-berlin.com

Note:
On Saturday, November 7 from 13:00-19:00 is the school’s open doors day. Everybody interested in photography is welcome to come and visit us and have a closer look at our school. An individual portfolio viewing (25€/30min) by current members of staff can be booked in advance via moc.n1574184297ilreb1574184297-eluh1574184297cs-eu1574184297en@of1574184297ni1574184297.
Application deadline for the Summer Semester starting March 2016 will be November 20, 2015 (regular German-language Class) and November 27, 2015 (English-language International Class).
If you would like further information or have any questions please contact the school.

About the works:

© Joana Dias, from the series »Zwischenzustand«

Joana Dias »Zwischenzustand«

In the series of photographs »Zwischenzustand«, Joana Dias reveals her interest in people’s relationships with architecture. With this work, she investigates the ruins of the industrial sites built during the communist era in Albania.

After the fall of the regime, its industrial heritage – that once was a symbol for a desired prosperity – became forgotten sites. And a new form of reclaiming structures was also established: people started taking the factories left over materials – brick, metal, etc – to build their own homes.
This constant movement has given to these sites the quality of space »in between« where their old structures offer new life.

© Paquita Maria Etter, from the series »Labyrinth«

Paquita Maria Etter »Labyrinth«

»Labyrinth« ist ein Fragen, ein Suchen und Versuchen, ein Forschen,  ein Finden und Verlieren; fragmentarische Antworten, ihrerseits wiederum in neue Fragen mündend. Im Katalog vorzufinden ist der Auszug eines Auszugs. Bilder als Bruchteil einer sich unaufhörlich verändernden Realität. Als Installation entfaltet sich diese in der Ausstellung PoV. Die Fotografien betten sich gemeinsam mit Buchstaben in gezielter Anordnung sowie eigens erschaffener Musikstücke in ein Meer an Möglichkeiten, in dessen Mitte ein jeder Betrachter herzlichst willkommen sei, sich selbst in Frage zu stellen.

“Ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu  leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.”
(Rainer Maria Rilke)

© Corinna Christa Hengelein, from the series »Zwölf«

Corinna Christa Hengelein »Zwölf«

Corinna Christa Hengelein begibt sich mit ihrer Fotoarbeit »Zwölf«  auf eine Reise zurück in ihre Heimat. Dort begegnet sie fotografisch ihrem deutlich jüngeren Bruder und versucht, mit ihren Bildern seine Lebenswelt festzuhalten. Die analog aufgenommenen Farbfotografien zeigen einen Jungen, der kein Kind mehr ist, aber auch noch kein Erwachsener sein kann.

© Nancy Kelch, from the series »JVA Heidering«

Nancy Kelch »JVA Heidering«

Die Justizvollzugsanstalt Heidering ist ein moderner Neubau mit Glaswänden statt Mauern. Das Prinzip ist volle Transparenz. Es ist Berlins modernste Haftanstalt. Durch den Doppelzaun ist ganz bewusst der Blick auf die grüne Umgebung frei. Die Einzelzellen sind geräumig und mit großem Fenster. Alles hat viel Licht und ist hell. Die Gefangenen gelangen selbstständig überall hin; zu den Wohnbereichen, den Arbeitsplätzen, der Sportanlage etc. Es ist ein Gefängnis des modernen Strafvollzuges. Die Resozialisierung ist das primäre Ziel. Die Straftäter sollen auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Dadurch sollen sich die Rückfallquoten nachweislich senken.

© Katharina Lonitz, from the series »Essenz«

Katharina Lonitz »Essenz«

An Mutter Erde
Sie woll’ n mich umgarnen, sie wollen mich fortreißen
aber ich werfe mich an deine heilige Brust, Mutter Erde …
Mit weiten Händen greif ich in deine Schollen,
mit tiefen Zügen schlürf’ ich den herben Duftdeiner Kräuter …

Nein, Du verlassest mich nicht,
du nährst mich, du stärkst mich,
daß die bösen Geister mich lassen müssen,
und ich hoch und heiter wieder des Weges wandere, den ich mir kor.

Dafür will ich dich auch ohn End,
ohn Ende lieben und preisen …

Und wenn du mich einst vom Strahl der Sonne zurückheischst,
dann will ich mein Haupt still in deinen Schoß betten …
Und du wirst meinen Schlummer behüten
von Ewigkeit zu Ewigkeit.

(Christian Morgenstern, 1871–1914)

© Sebastian Peise, from the series »City No. 6/ 4E-4«

Sebastian Peise »City Nr 6/ 4E-4«

Die Abschlussarbeit »City Nr 6/ 4E-4« von Sebastian Peise verdeutlicht anhand einer begehbaren Fotoinstallation die zunehmende Verstädterung. Sie zeigt eine dystopische Stadt, die durch kalte Glas- und Stahlfassaden besticht und nicht mehr den Menschen, sondern den Fortschritt ihrer selbst als Maßstab hat.

© Elena Sakoula, from the series »Gaia«

Elena Sakoula »Gaia«

»Gaia« thematisiert die menschlische Existenz als Teil der Natur. Die Bilder sind Metaphern für Geburt, Evolution, Selbstfindung, Befreiung und Sehnsucht. Verbindendes Element ist die Einzigkeit der rauhen Landschaft einer vulkanischen Insel – ein Schoß der Erde.

© Emil Levy Z. Schramm, from the series »Operation Bosporus«

Emil Levy Z. Schramm »Operation Bosporus«

Zu Beginn seines Studiums hat Emil Levy Z. Schramm sich auf einen der wenigen Presseplätze bei dem NSU-Prozess beworben. Er hat seine Akkreditierung dafür genutzt, eine fotografische Studie der Hauptangeklagten Beate Zschäpe zu erstellen. Kombiniert wird diese Arbeit mit Nachtaufnahmen der Mordschauplätze des Neonazi-Trios.

© Carlitos Trujillo, from the series »Nähe«

Carlitos Trujillo »Nähe«

Carlitos glaubt an die Jugend als konstante Referenz und nie versiegende Quelle der Inspiration. Er inszeniert imaginäre Situationen und erschafft Figuren, welche junge Menschen auf ihrer spielerischen Suche nach Gender, Ausdruck und Individualität zeigen.

Event details

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *